„Schon nach dem ersten Gespräch war ich begeistert“

Bastian ist passionierter Fußballspieler. „Schon seit ich laufen kann, spiele ich Fußball. Das ist ein ganz großes Hobby von mir. Leider habe ich in letzter Zeit etwas Pech. Ich war mehrmals verletzt und musste pausieren.“ Der 18-Jährige geht in die zwölfte Klasse des Steinhagener Gymnasiums in der Nähe von Bielefeld, dem einzigen Gymnasium in der ländlich geprägten Gemeinde am Rande des Teutoburger Waldes. „Ich fühle mich wohl hier“, sagt er fröhlich, „ich unternehme viel mit meinen Freunden.“ Seine Mitschüler*innen haben ganz unterschiedliche familiäre Hintergründe. Neben vielen Akademikerkindern gibt es auch wie  Bastian viele, deren Eltern nicht studiert haben. „Das ist total normal hier, es ist ja das einzige Gymnasium in der Gegend“, lacht er. Bastians Vater ist LKW-Fahrer, seine Mutter arbeitet beim Westfalenblatt. „Wenn ich es mir recht überlege, die meisten Eltern meiner Freunde haben nicht studiert“, erzählt er, „was meine beruflichen Vorstellungen angeht, geben mir meine Eltern viel Freiraum. Sie unterstützen mich bei allem, was ich machen möchte. Ihnen ist es wichtig, dass ich einen Beruf finde, der mir Spaß macht. Gleichzeitig haben sie mir aber auch klar gemacht, dass ich nicht zu ihnen kommen kann, wenn ich Fragen habe, z. B.  zu einem Studium. Und ich hatte Fragen, war mir nicht sicher,  hatte Ideen, aber ob die für mich realistisch sind, wusste ich nicht.“

Ein Abitur bietet Möglichkeiten

Lange hatte Bastian überlegt, ob er eine Berufsausbildung als Industriekaufmann machen oder studieren soll. „Ich war mir nicht sicher, ob ich ein Studium schaffe. Ich bin niemand, dem in der Schule alles zufliegt, ich muss lernen. Aber ich möchte die Möglichkeiten, die mir das Abitur bietet, gerne nutzen.“ Bastians Noten sind guter Durchschnitt. Er mag Geschichte, aber auch die sozialwissenschaftlichen Fächer gefallen ihm. Am meisten jedoch begeistert er sich für Physik. Als ihn seine ehemalige Klassenlehrerin für das NRW-Talentscouting vorschlug und ihm erklärte, worum es geht, war er sofort dabei. „Schon nach dem ersten Gespräch mit meinem Talentscout Anne Bühner von der Universität Bielefeld war ich begeistert. Ich hatte endlich eine Ansprechpartnerin, der ich alle Fragen stellen konnte, die mich beschäftigt haben. Ich hatte schon länger die Idee im Kopf, etwas Ingenieurwissenschaftliches zu studieren. Schon als Kind habe ich mich für Technik interessiert. Mit Anne konnte ich  meine beruflichen Vorstellungen besprechen und mich über die Inhalte von technischen  Berufsausbildungen und Studiengängen austauschen. Sie hat mich auch nach meinen privaten Interessen gefragt, wofür ich mich in meiner  Freizeit begeistere.“

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Autor: NRW Zentrum für Talentförderung