„Talentscouting hat mich und meine Einstellung verändert“

 Die 19-jährige Lena aus Borchen bei Paderborn hatte schon früh den Wunsch Journalistin zu werden. Sie konnte sich schon immer gut ausdrücken und bastelte bereits als Kind eigene Zeitungen. Auf dem Reismann-Gymnasium in Paderborn entdeckte sie ihr Interesse für Naturwissenschaften und kombinierte ihre Interessen erfolgreich mit ihren Leistungskursen Chemie und Deutsch. Seit Sommer 2019 hat sie nun ihr Abitur in der Tasche und bereitet ihren nächsten Lebensabschnitt vor. Mit Unterstützung von Talentscout Annkatrin Buchen von der Universität Paderborn hat sie sich für das Studium Wissenschaftsjournalismus an der Technischen Universität Dortmund entschieden. Sie freut sich darauf und weiß, dass sie sich immer wieder an ihren Talentscout wenden kann.

„Ich bin die erste in der Familie, die studiert“

Lena beschreibt sich als hilfsbereiten und humorvollen Menschen, der immer ein offenes Ohr für andere hat. Sie interessiert sich für andere Kulturen, neue Sprachen und möchte gerne noch viele Reisen unternehmen. „Ich kann mich gut ausdrücken, das liegt in meiner Natur“, erzählt Lena. „Als Kind habe ich oft die Titel aus Zeitungen ausgeschnitten und eigene Artikel dazu verfasst.“ Schon in der 10. Klasse entstand ihr Wunsch, zu studieren. Angesichts ihrer guten Noten unterstützen sie Freunde und Familie bei der Umsetzung dieser Idee. Sie ist aber die erste in ihrer Familie, die das Abitur gemacht hat und studieren wird. Darüber freuen sich ihre Eltern sehr und stehen hinter ihr.

„Ich darf lernen“

Die Schulzeit am Gymnasium war nicht immer so einfach für Lena. „Es gab Momente, wo es in der Schule nicht so gut lief. Ich musste lernen, dass eben nicht immer alles rosig ist. Vieles ist nicht nur Fächer- sondern auch Lehrerabhängig. Seit ich weiß, was ich machen will, haben sich meine Noten verbessert. Ich habe gemerkt, dass ich die Verantwortung übernehmen muss. Das motiviert mich und führt dazu, dass ich zielstrebig auf mein Abi hingearbeitet habe. Heute sehe ich es so: Ich muss nicht lernen, sondern darf lernen!“

„Mein Talentscout nimmt mich an die Hand“

Talentscout Annkatrin begleitet Lena seit Anfang 2018. Als Lena in der Schule vom Talentscouting hörte, war sie zunächst skeptisch. Aber schon beim ersten Gespräch fühlte sie sich aufgenommen. „Ich hatte das Gefühl, dass Annkatrin mir wirklich weiterhelfen will und das auch tut. Sie nimmt mich mit meinen Ängsten und Wünschen ernst“, sagt Lena. Diese Erfahrung hat sie sehr gestärkt. In der Vergangenheit war das nicht immer so: „Ich habe mich gefragt, warum ich im Unterricht nicht wahrgenommen werde, obwohl ich mit meiner Meinung meist richtig liege.“ Zusammen mit ihrem Talentscout hat sie sich mit ihren Stärken, Talenten und Fähigkeiten auseinandergesetzt und auf diese Weise langsam ihr Selbstbewusstsein entwickelt.

„Die Workshops für Schüler in der Q1 und Q2, die ich bei Annkatrin an der Uni Paderborn mitgemacht habe, haben mir sehr geholfen, meine Fähigkeiten und Interessen zu erkennen und Ideen für meine Studienwahl zu entwickeln. Im persönlichen Gespräch haben wir dann zusammen erarbeitet, wie es nach dem Abi für mich weitergeht, in welchem Bereich ich später arbeiten möchte und wie ich den passenden Studiengang für mich finde”, sagt Lena. Mit Unterstützung ihres Talentscouts hat sie sich intensiv mit ihrem Berufswunsch, Journalistin zu werden, auseinandergesetzt. Zusammen erarbeiteten sie „Pros und Cons“ und sammelten Informationen über Studienmöglichkeiten, die zu ihr passen könnten. Ein Praktikum bei der regionalen Tageszeitung bestätigte Lena in ihrem Wunsch, Journalismus zu studieren.

„Die Zusage aus Dortmund hat mich überrascht“

Bei ihren Recherchen zum Studiengang Journalistik erfuhr Lena, dass man an der Technischen Universität Dortmund auch Wissenschaftsjournalismus studieren kann. Das sprach Lena sofort an, obwohl es nur wenige Studienplätze gibt. Sicherheitshalber hat sie sich deshalb für beide Studiengänge beworben.

„Als die Zusage für einen der wenigen Studienplätze für Wissenschaftsjournalismus an der Technischen Universität Dortmund kam, konnte ich es erst gar nicht glauben”, lacht sie. Jetzt freut sie sich sehr und ist schon gespannt, ob sie eine Wohnung finden wird. „Es hat mir erst etwas Angst gemacht, in eine fremde Stadt zu gehen. Dortmund ist aber nicht so weit weg und mit dem NRW-Studententicket kann ich jederzeit kostenlos nach Hause. Ich schaue mir jetzt erstmal an, wie es läuft”, ergänzt Lena. „Sollte es gar nichts für mich sein, dann habe ich Annkatrin weiter an meiner Seite und kann mich an sie wenden.“

„Ohne meinen Talentscout wäre ich verzweifelt“

„Ich verdiene seit 2015 mein eigenes Geld als Babysitterin am Wochenende und habe im Oktober 2018 einen Job im Supermarkt angenommen. Ich sitze an der Kasse, räume Ware ein und habe viel mit Menschen zu tun. Es macht mir Spaß, mit anderen zusammen zu arbeiten. Die Arbeit ist ein guter Ausgleich für mich, bei dem ich den Kopf frei bekomme“, berichtet Lena. Die Klärung der Finanzierung ihres Studiums war für sie eine große Herausforderung. „Ich nehme die Dinge gerne in die Hand, damit etwas daraus wird. Ich habe mich auch um den Bafög-Antrag gekümmert. Annkatrin beantwortete geduldig alle meine Fragen, sonst wäre ich dabei verzweifelt.“ Ihr Talentscout machte sie auch auf Stipendien aufmerksam, die für Lena in Frage kommen. Damit will sie sich noch beschäftigen und baut darauf, dass sie sich weiterhin mit ihren Fragen an Annkatrin wenden kann.

„Talentscouting bietet mir eine Stütze“

„Die Gespräche mit Annkatrin haben mich und meine Einstellung verändert”, fasst Lena zusammen. „Sie hat mich als Mensch wahrgenommen und war immer für mich da, hat mich bei meiner Studienorientierung unterstützt und mir viele hilfreiche Tipps mit auf den Weg gegeben. Talentscouting ist mir sehr wichtig, weil es mich auf meinem Weg sicherer macht und mir eine wertvolle Stütze bietet.“

 

Autor: Talentscouting OWL